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Tritratrotz > MarginalieN > MargiNalie20041027 r3 - 15 Mar 2005 - 10:20:51 - SaschaBuettner
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Manager sind unsere Vorbilder

Bloomberg berichtete, die FAZ druckte: Europas Fondsgesellschaften fuhren aufgrund von hohen Personalkosten nur halb so viele Gewinne wie 1999. Die Branche, 6,7 Billionen Euro prall, wurde von unseren geliebten Unternehmensberatern von McKinsey aufs Korn genommen. Und es lohnt sich wirklich, in Fonds zu investieren, denn wenn ich mit 10.000 Euro einsteige, habe ich in 2003 eine Gewinnerwartung von 12,70 zu erwarten. Das ist besser, als Omas alter Sparstrumpf. Aber wie konnte es kommen, daß innerhalb von nur drei Jahren der ohnehin schon karge Gewinn um knapp die Hälfte (25 Euro waren's 1999) halbiert wurde? Antizyklische 17 Prozent wuchsen die Gehälter der Fondsmanager. Nämlich von 300.000 auf 345.000 Euro im Schnitt. Kosten wurden hingegen eingespart bei Verkauf und Vermarktung der Fonds. So funktioniert das Paradigma der asozialen Traum-Wirtschaft: Laß Dir den Schwanz vergolden, trage Sorge, daß niemand mehr etwas von Deinem Produkt erfährt, und mach' Dich bloß früh genug aus dem Staub vor Kunde, Bürger und Staat.

-- HolgerKarsch - 27 Oct 2004

Update 28.10.2004

Die Firma Ciba Spezialitätenchemie AG Basel streicht im dritten Quartal 22 Prozent mehr Nettogewinn ein (von 87 Mio. auf 132 Mio. Schweizer Franken), was eine 7,1 prozentige Rendite am Umsatz ausmacht. Es werden im Zuge der gestiegenen Gewinne 950 Stellen, also cirka fünf Prozent der Belegschaft, abgebaut. Der Konzern, der aufgrund seines Produktsortiments nach eigenen Angaben zu Kurzfristigkeit verdammt ist, kann damit als Indikator für die Lage der Weltwirtschaft gelten. Bei allen Rechnungen kann dem Aktionär dieses Mal eine Dividende von drei Franken je Aktie verprochen werden, die nicht wie zuvor als Nennwert-Rückzahlung überwiesen werden muß.

http://www.cibasc.com/

http://www.cibasc.com/de/index/med-index.htm?reference=30692&checkSum=4F8A261D159F55328952311487512B57

In der Konzernsprache lesen sich die Kürzungen so:

"Im Rahmen des Programms „Shape“ werden im Lauf der nächsten zwei Jahre insgesamt rund 950 Stellen abgebaut, verbunden mit Aufwendungen nach Steuern in Höhe von 125 Millionen Schweizer Franken in der Erfolgsrechnung. Rund 50 Millionen CHF dieser Aufwendungen werden je in 2004 und 2005 erwartet, die restlichen 25 Millionen CHF im Jahr 2006. Während der Laufzeit des Programms „Shape“ wird der Konzerngewinn ungefähr in der gleichen Höhe beeinflusst, wie früher in Aussicht gestellt. Ciba Spezialitätenchemie konnte im dritten Quartal 2004 Rückstellungen nach Steuern in Höhe von 28 Millionen Schweizer Franken auflösen, nachdem bestimmte Forderungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung von Performance Polymers im Jahr 2000 erfolgreich beigelegt werden konnten. Das Programm „Shape“ bringt jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von 90 Millionen Schweizer Franken nach Steuern nach der vollständigen Implementierung ab 2007, mit bereits rasch ansteigenden Kosteneinsparungen von 2005 bis 2007."

-- HolgerKarsch - 28 Oct 2004

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